Weil wir wirklich wissen möchten, was sie bewegt (Vertiefungsveranstaltung gemäß PrävO):Mit Kindern ins Gespräch kommen
Nur als Präsenz-Seminar buchbar
Dieses Seminar beinhaltet wichtige Impulse für die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zur Partizipation(§8 SGB Beteiligung von Kindern und Jugendlichen und §16 KiBiz Partizipation). Partizipation ist die Grundhaltung, die eingenommen werden sollte, um das Schutzkonzept (Landeskinderschutzgesetz insbesondere §1, Absatz 1 und 2) der Einrichtung umzusetzen.
Um mit Kindern wirklich zu kommunizieren, sie zu verstehen, ihre Ansichten und Meinungen zu hören, müssen wir die Kinder „ansprechend ansprechen“.
Wir brauchen eine Sprache, die allen Beteiligten Lust macht, über die Situation, das Problem nachzudenken und sich mitzuteilen. Wir müssen die Kinder dazu anregen, weiter zu denken, eigene Ideen zu entwickeln und neue Dinge zu denken.
Im Alltag neigen Erwachsene häufig dazu Kindern eher „etwas mitzuteilen“, als wirklich mit ihnen zu sprechen. Konflikte sind nicht nur normal, sondern sie bieten allen Beteiligten eine Chance zum sozialen Lernen. Hier neigen die Erwachsenen eher dazu, als „Schiedsrichter“ einzugreifen.
Viele „Gespräche“ enthalten Belehrungen, Anweisungen, mehr oder weniger versteckte Kritik, leere Fragen oder „Worthülsen“ („Wollen wir das so machen?“, „Was sollte das denn nun wieder?“, „Warum liegen hier die Spielsachen rum?“)
Wenn wir Kinder ernsthaft beteiligen wollen, brauchen sie, besonders zu Beginn, eine methodische Unterstützung von Erwachsenen. Sie brauchen die „Erlaubnis“ und die Anregung die eigenen Wünsche, Bedürfnisse und Ideen zunächst einmal wahrzunehmen. Wenn es gelingt, an den Gedankengängen der Kinder teilzuhaben, werden wir sie besser verstehen und begegnen ihnen auf Augenhöhe. Dann erst kann wirkliche innere Beteiligung entstehen und daraus Lösungen und neue Ideen.
Nikola Künkler
Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche